Dampfschiffe

Die größte und älteste Raddampferflotte der Welt

August der Starke und Gräfin Cosel: Die Zeit der zwei modernen Schiffe ist abgelaufen.

Damit sind die zwei Schiffe, die im Volksmund auch Gorbitz und Prohlis heißen, die längste Zeit in Dresden gefahren. Im Mai 1994 wurde das Salonschiff August der Starke getauft, einen Monat später die „Gräfin Cosel“. Sie haben noch etwa fünf Jahre, dann ist ihre Zeit in Dresden zu Ende. Die zwei Schiffe sollen schon bald bei Düsseldorf auf dem Rhein fahren. Die Ausflugsflotte dort betreibt die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH, ebenfalls eine Firma aus Straubhaars Unternehmensgruppe.

Ersatz durch Neubauten

„Es ist in der Tat so, dass darüber nachgedacht werden kann, in den kommenden Jahren diesen beiden Schiffe einen Ersatz zuzuführen.“ Im Klartext heißt das, es ist nicht damit getan, die zwei Schiffe abzugeben, sie sollen durch Neubauten ersetzt werden. Das kann sich Straubhaar in etwa fünf Jahren vorstellen. Aus wirtschaftlichen Gründen wohl eher in „fünf Jahren plus als in fünf Jahren minus“. Zum Vergleich: Die Köln-Düsseldorfer hat sein Unternehmen 2016 übernommen. Das Unternehmen hat aktuell 14 Schiffe. Der erste Neubau seit der Übernahme soll noch 2020 in Betrieb gehen. Es bekommt den Namen RheinGalaxie.

Neubau-Pläne hatte übrigens auch schon Straubhaars Dresdner Vorgängerin.. Sie sprach stets von einem Schiff, das auch bei Niedrigwasser fahren kann, viele Möglichkeiten für verschiedene Veranstaltungsformate und mehr Platz für Fahrräder hat. Geld genug dafür hatte sie in keinem der knapp sieben Jahre an der Spitze der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Zukunft der Dampfer

Hauptthemen der Arbeit seit der SDS-Übernahme durch Straubhaar mit den zwei neu gegründeten GmbHs Weiße Flotte Sachsen und Kulturerbe Dampfschiffe Dresden ist die Vorbereitung der Saison im nächsten Jahr. Federführend ist dabei Straubhaars Geschäftsführungs-Kollege Stefan Bloch, ein gebürtiger Sachse. Die neuen Flottenchefs haben mehrere Schwerpunkte für die Zukunft benannt. Dazu gehören mehr Fahrten und zuverlässige Fahrpläne, „die automatisch und modular auf Wasserstandsschwankungen antworten". Straubhaar will außerdem, dass die Präsentation, der Service und das Angebot der Gastronomie an Bord künftig mehr Aufmerksamkeit bekommen. Bei alledem setze er auf mehr Nähe zu den Fahrgästen und enge Kontakte zu Organisationen und Institutionen aus dem Tourismus, den Kommunen und dem Freistaat.