Elberadweg Dresden- Loschwitz

rechtselbischer Elberadweg auf dem Körnerweg

Der Körnerweg entstand aus dem alten Treidelpfad am rechten Elbufer, der am Fuße der Weinberge entlang führte. Anfang des 19. Jahrhundert wurde dieser Weg erstmals gepflastert und 1908 auf die heutige Breite erweitert. Seinen Namen erhielt er 1895 nach der Familie Körner, die hier 1785 ein Weinberghaus erworben hatte. Das Haus Nr. 6 erbaut um 1784 blieb bis 1826 im Familienbesitz und war Aufenthaltsort berühmter Zeitgenossen. Zu Körners Gästen gehörten Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig Tieck, Elisa von der Recke und Wolfgang Amadeus Mozart. 1785/87 hielt sich Schiller hier auf und schrieb der Legende nach im Gartenpavillon des Grundstücks seine “Ode an die Freude”.

  • 2020 Asphalt statt Holpersteine zwischen Körnerplatz und Elbschlössern: Jetzt rollt es sich wieder entspannt mit Kinderwagen und Fahrrad auf dem Dresdner Körnerweg zwischen Rosengarten und Loschwitzer Elbwiesenweg. Die geplante Sanierung des Blauen Wunders hat möglich gemacht, was jahrelang unmöglich schien: Der Körnerweg hat zwischen Heilstättenweg und dem Hafen Loschwitz eine provisorische Asphaltschicht erhalten. 60k Euro hat der neue Belag gekostet. Kein Vergleich zu den 250.000 Euro, die allein für ein 140 Meter langes Teilstück mit Natursteinen fällig waren, das 2018 gebaut wurde. Die Stadt rechnet mit rund zweiMillionen Euro, um den Rest des Körnerweges mit diesem Pflaster zu versehen, das vom Denkmalschutz gefordert wird. Bis es soweit ist, werden aber noch mindestens sechs Jahre vergehen, in denen der provisorische Belag liegen bliebt. Denn das Blaue Wunder kann frühestens ab 2021 saniert werden. Für Radfahrer, Spaziergänger und Menschen im Rollstuhl ist der 600 Meter lange asphaltierte Körnerweg inzwischen problemlos nutzbar. Kein Vergleich zu vorher, als viele Radfahrer abstiegen aufgrund des unebenen Untergrundes mit grob behauenen Sandsteinen mit tiefen Fugen dazwischen. Doch die Meinungen über das Erscheinungsbild gehen auseinander, schon unter Passanten auf dem Körnerweg entspinnt sich eine Diskussion. Während sich viel freuen, jetzt gefahrlos an den Weinbergsmauern vorbeilaufen oder -fahren zu können, sagt eine junge Frau mit Kinderwagen, dass sie es früher mit den Sandsteinen optisch einfach schöner fand. Und ihre Meinung findet Zustimmung. Die Stadt hat jetzt einige Jahre Zeit, Nutzbarkeit und Optik zu verbinden.