Bioklima

Bioklima Dresden

Wärmerekord und anhaltende Trockenheit

2019 war noch wärmer als 2018. Im Rekordwärmejahr 2018 wurde mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 11,1 Grad Celsius in Dresden erstmals die 11-Grad-Marke geknackt. Das vergangene Jahr schlägt mit einem neuen Rekord zu Buche: 11,2 Grad lautet die bisher höchste gemessene Jahresmitteltemperatur für Dresden seit Aufzeichnungsbeginn 1961. Deutschlandweit war das Jahr 2019 nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit einer Mitteltemperatur von 10,3 Grad zusammen mit dem Jahr 2014 das bisher zweitwärmste beobachtete Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Die Temperaturen in Dresden: heißer Sommer, milder Winter

Bis auf den Monat Mai lagen die Mitteltemperaturen aller Monate über dem langjährigen Durchschnitt. Besonders gravierend war die hohe Abweichung im Juni. Eine Überschreitung der Durchschnittstemperatur um fünf Grad ist extrem selten und wurde in allen Monaten seit 1961 neun Mal erreicht. Im Juni lag die Temperatur 5,8 Grad über dem Klimareferenzwert. Insgesamt war es der wärmste Sommer seit 1961. Aber auch die deutlich milderen Temperaturen im Februar, März, November und Dezember im Vergleich zu 2018 sorgten für den neuen Jahrestemperaturrekord. 2019 wurden gerade einmal sechs Eistage (Tage an denen die Maximumtemperatur unter null Grad Celsius bleibt) gezählt. Das ist die viertniedrigste Anzahl.

Sollte sich die trockene Witterung 2020 fortsetzen, steigt die Anzahl der Baumfällungen vermutlich weiter. Um diese Entwicklung einzudämmen, müssen neue Wege beschritten werden. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft testet derzeit 20 Baumarten im Stadtgebiet, die besser an Hitze, Trockenheit, aber auch Frost angepasst sind. Zu den Arten gehören der Amberbaum, die Hopfenbuche und der italienische bzw. französische Ahorn. In den nächsten Jahren wird geprüft, wie gut diese Arten in Dresden gedeihen. Ziel ist es, den Baumbestand nach und nach an die veränderten Klimabedingungen anzupassen.